Home
NEUES HomeVitaGiftBissBissbehandlungGift-NotzentralenVerbreitungLebensweiseZeichnungsartenGeschlechterHaltungReproduktionAufzuchtAnatomie - MorphologieGalerieLiteraturAppendixGästebuchKontaktLinksImpressum

deutsch english español français italiana руссий, russian


Aufzucht

Aufzucht

Startbild - hier klicken
Aufzucht - Heloderma schlüpft aus dem Ei

Bezüglich der Unterbringung und Aufzucht von Heloderma - Jungtieren hat sich für mich folgende Vorgehensweise bewährt:

1. Unterbringung

Frisch geschlüpfte Heloderma werden einzeln in Plastikboxen (20x12x12 cm) gesetzt, die mit Fliespapier und einem flachen Wassernapf ausgestattet sind. In dieser Zeit erfolgt die Geschlechtsfestlegung und die Fotodokumentation mit Codierung und Schlupfdatum. Nach ca. 1 Woche werden die Nachzuchten zu maximal 5 Tieren zusammen gesetzt. Dafür haben sich sogenannte Pflanzen- Frühbeet-Kästen (55x35x25 cm) bewährt, da sie bereits mit einer Bodenheizung und einer durchsichtigen Haube mit verstellbaren Luftschlitzen versehen sind. Die erforderliche Bodentemperatur von 26° C lässt sich dann leicht mit einem Thermostaten regeln. Der Boden wird mit Sand bedeckt. Dazu kommen Unterschlupf, Steine, Kakteenholz und ein hoher,massiver Wassernapf, der nicht umgeworfen werden kann.


Beispiele zur Unterbringung:

Ergebnis einer Saison in Heloderma Aufzuchtbehältern Behälter zur Einzelunterbringung Männliche Nachzucht am Trinknapf
Ergebnis einer Saison in Heloderma Aufzuchtbehältern Behälter zur Einzelunterbringung Männliche Nachzucht am Trinknapf
Heloderma-Echse frisst Wachtelei Einrichtung für die Gruppenaufzucht Einrichtung für die Gruppenaufzucht
Heloderma-Echse frisst Wachtelei

Nach ca. 4 Monaten werden die jungen Gila Monster zu zweit in Terrarien von 60x40x40 cm umgesetzt.

2. Fütterung

Aus Sicherheitsgründen sind beim Futteranbieten Handschuhe und eine 30 cm Pinzette zu verwenden!

Wenn die Krustenechsen aus ihren Eiern schlüpfen, ist ihre Bauchhöhle mit dem Inhalt ihres Dottersackes gefüllt (siehe "Reproduktion", "Anatomie"). Das ist ihre erste Mahlzeit . Einige Babies werden schon nach wenigen Tagen zu fressen anfangen, andere brauchen etwas länger, um die erste Ratte oder Maus anzunehmen. Anfangs sind die kleinen Monster beim Futteranbieten schnell irritiert und reagieren mit beeindruckenden Drohgebärden. Man muss sie zur Futterannahme überlisten. Dafür haben sich unterschiedliche Methoden bewährt:

  1. Monster einzeln setzen und ihnen über Nacht das Futter überlassen

  2. Durch " Ärgern" erreichen, dass das Jungtier als Abwehrreaktion sein Maul öffnet; die Beute blitzschnell möglichst tief ins Maul positionieren. Das löst den Festhaltereflex aus und das Monster wird bald zu schlingen anfangen.

  3. Köpfe der Futtertiere mit Ei befeuchten

  4. Köpfe getöteter Futtertiere eröffnen; Gila Monster lecken gern das Gehirn und fressen dann das gesamte Tier.

  5. Wachteleier werden auch sehr gerne angenommen.

Nach acht Wochen sollten fast alle Heloderma-Nachzuchten ihr Futter bereitwillig selbst aus der Pinzette abnehmen. Eine einmalige Fütterung pro Woche ist ausreichend. Die Grösse der Mahlzeiten wird dem Körperwachstum angepasst. Es sollte alle zwei bis drei Tage ein wenig frisches Wasser angeboten werden.

Frisch geschlüpfte Nachzuchten benötigen ein ständiges Wasserangebot und sollten ab und zu mit Wasser besprüht werden, da sie aufgrund ihrer noch dünnen Haut eine höhere Verdunstungsrate haben.

Jungtiere erhalten im ersten Lebensjahr keine Winterruhe und werden durchgehend gefüttert. Sie erreichen nach einem Jahr ein durchschnittliches Gewicht von 400g und eine Gesamtkörperlänge von ca. 35 cm. Männliche Nachzuchten sind nach dem ersten Lebensjahr bei identischer Fütterung meistens deutlich schwerer (10%) als weibliche Tiere.


heloderma.net